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| In einer Welt ohne Gnade geht es in Houellebecqs Roman um "Die Möglichkeit einer Insel".
Daniel ist ein Komiker, dem durchaus bewußt ist, dass das Leben an sich nicht lustig ist. Ein Zyniker halt und doch ein moderner Gralsritter auf der Suche nach Glück. Glück, dass er -klassisch- in der Vereinigung mit dem Weib sucht und dass ihm, - er wäre kein tragischer Held, wäre es anders,- natürlich verwehrt bleibt. Daniel ist Opfer und Täter zugleich in einer Welt ohne Gnade, ohne Mitleid, ohne Güte, ohne Glaube und vor allem ohne Liebe. Es folgt natürlich das Unvermeidliche - die Vernichtung der Menschheit! Zu Grunde gegangen am ungezügelten Individualismus. Daniels Erbe überlebt die Apokalypse. Einer seiner genetisch veränderten Nachfahren findet schließlich die Erlösung in der Vereinigung mit der Natur und es endet mit der Einsicht, dass weder Mensch, noch Neo-Mensch sich über die Natur erheben können, immer ein Teil von ihr bleiben und dass ein göttlicher Zustand nie erreicht werden kann. Meiner Meinung nach ist "Die Möglichkeit einer Insel" unbedingt lesenswert, obwohl ich nicht viel "Neues" entdecken konnte. Aber einer immer oberflächlicher werdenden Welt kann man nicht oft genug den Spiegel vor das geliftete Gesicht halten. Ich habe mittlerweile eine lange Liste von Leuten, denen ich das Buch gerne an die Stirn tackern würde. Vor der Lektüre an öffentlichen Plätzen wie Bussen, Bahnen und Zügen sei gewarnt, zumindest haben mich das ein oder andere Mal die Tränen übermannt. | |
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| helmchenlord Thu, 08.09.2005 22:25 Ich wollte Dir nur mal ein Lob für Deine sehr kreativen Tagebucheinträge aussprechen. Mach weiter so! Gruß, LH | |
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| Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:
57 Asiaten 21 Europäer 14 Amerikaner (Nord u. Süd) 8 Afrikaner 52 wären Frauen 48 wären Männer 70 Nicht-Weiße 30 Weiße 70 Nicht-Christen 30 Christen 89 heterosexuelle 11 homosexuelle 6 Personen würden 59 % des gesamten Weltreichtums besitzen und alle 6 Personen kämen aus den USA 80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse 70 wären Analphabeten 50 wären unterernährt 1 würde sterben 2 würden geboren 1 hätte einen PC 1 hätte einen akademischen Abschluss |
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| Die Sprachexperten
Für alle uneingeschränkt empfehlenswert. |
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... um 16:00 auf den Düsseldorfer Fernsehturm steigen zu können, einfach weil man die Zeit und nichts Besseres zu tun hat, ist schlicht und ergreifend: Verdammt fett!
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| "Ficktierchen mit dem Intellekt einer Amöbe" |
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...gibt es nur noch 2 Männer in meinem Leben:
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AB 11.04.05...
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Köln, bleibe mir gewogen.
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KM, Vorgesetzter, Held und Retter der Unterhaltung. Aufwiedersehen!
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Aysel, treueste aller Vorzimmerfeen, mein Wegweiser im Antragsdschungel und gute Freundin. Aufwiedersehen!
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Adieu, Dom! (Ich hoffe, wenn ich demnächst mal wieder vorbei schaue, sind die Bauarbeiten an den Domplatten endlich beendet)
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| Als ich heute Morgen aufstand, wußte ich: Es ist soweit! Heute heißt es Abschied nehmen.
Nie wieder: |
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Statistisch gesehen nehmen sich die meisten Menschen im Frühjahr und im Sommer das Leben, nicht wie zu vermuten wäre im Herbst oder Winter. Wenn die Tage wieder länger werden, das Wetter milder und die Menschen ihre Höhlen verlassen, zusammenströmen in Kaufhäusern und Fitnessstudios, Cafes und Fußgängerzonen, um die Folgen der Isolation des Winterschlafes zu überwinden, Winterspeck abtrainieren, oder sich der neuen Konfektionsgröße ergeben, mit Freundinnen und Freunden Trennungen, Familienzwist und Arbeitsfeden besprechen und/oder einfach nur Menschen beobachten, fühlt sich wohl der ein oder andere so einsam, dass er keinen Ausweg sieht. Vielleicht fragt er sich, wann sein Leben aus dem Ruder lief und findet den goldenen Faden nicht mehr, kriegt ihn nicht zu fassen. Das ging mir durch den Kopf, als sowohl mein Regionalexpress, wie auch die S-Bahn auf die ich ausgewichen bin, einen "Personenschaden" erlitten. Als sich sowohl leicht schlampige DM-Markt-Kassierinnen, als auch gestreßte mittlere Manager über die Deutsche Bahn ereiferten und nichts besseres zu tun hatten, als sich zu beklagen, dass sie nun wohl eine halbe Stunde später zu ihrer Arbeitsstätte kommen würden, auf die sie eh nicht scharf zu sein schienen, schaltete ich mein Hirn ab und lauschte Nina Simone: Don't Smoke In Bed I left a note on the dresser And my old wedding ring These few goodbye words How can i sing Goodbye, old sleepy head I'm packing you in like i said Take care of everything I'm leaving my wedding ring Don't look for me I'll get ahead Remember, darling Don't smoke in bed Don't look for me I'll get ahead Remember, darling Don't smoke in bed |
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| Kennt Ihr das? Schon kurz nach dem Aufstehen, stellt man mit einiger Sicherheit fest, dass man den Tag besser im Bett verbracht hätte. In meinem Fall war das Aufstehen heute nicht gleich dem Aufwachen und damit fing es dann auch schon an. Nachdem ich gestern völlig übermüdet nach einigen Überstunden, die ich wie mir gestern seitens meines Arbeitgebers eröffnete wurde, doch nicht diesen Donnerstag abfeiern werde können, bereits um 23:00 Uhr an der Matratze horchte, wachte ich heute morgen um 5:30 Uhr auf. Unter normalen Umständen rekel ich mich um diese Zeit in den Federn verzückt durch Abenteuer meiner ersten Tiefschlafphase. Mein frisch begonnener Eifel-Krimi war ein unbefriedigender Ersatz. Um 7:30 gab ich auf. Ich checkte zum ersten Mal meine E-mails, um festzustellen, dass meine Mutter nach 3 Wochen teilweise recht unerfreulichem E-Mail-Kontakt immer noch darauf besteht, dass ich ihr die Telefonnummer und Adresse meines Geliebten mitteile. "Für den Notfall", meint sie. Es ist wirklich erschreckend, wenn Eltern in ihren 50ern auf einmal anfangen, ihre Kinder vermehrt durch eher weniger dezent formulierte Hinweise auf die Möglichkeit ihres baldigen Ablebens vorzubereiten. Ich reagiere auf diese post-klimakterischen Ausbrüche von Kontrollwahn stets mit Unmut. Die heutige E-Mail beschloss ich schlichtweg zu ignorieren. Ich ließ mir ein Bad ein und verzichtete auf das Frühstück, da ich ohnehin erstmal genug zu "verdauen" hatte. Das Bad tat gut. Nichts daran auszusetzen. Nur beim Versuch mit geschlossenen, da voller Shampooschaum, Augen die Pflegespülung zu ertasten, ragte ich den Rasierschaum vom Beistelltisch und zerdepperte dabei eine teure Milchglaslampe. Die wiederum hatte ich am frühen Morgen ins Bad getragen, als ich feststellte, dass die kleinen Lämpchen meines Aliberts durchgebrannt sind. Ich muß zu meiner Schande gestehen, dass meine weiblichen Heimwerkerkenntnisse begrenzt sind und ich keine Ahnung habe, wie ich mich in Zukunft morgens in den Zustand einer halbwegs annehmbaren Mitteleuropäerin versetzen soll. Nun ja. Ich ließ mich also in mein Bad zurücksinken und versuchte es mit Gelassenheit. Wer viel besitzt hat auch viel Kummer und schließlich, letztlich, endlich brauche ich den ganzen Krempel gar nicht. Ich hatte gar Glück, dass die kaputte Lampe mir gehörte, so dass ich sie nicht zu ersetzen brauche, denn wie ich im Verlauf des Tages noch feststellen sollte, hatte die Telekom mein Konto unvorhergesehener und meiner Meinung nach auch fälschlicher Weise um 200 Euro erleichtert, was mich ziemlich pleite aussehen lässt. Ich muß wohl für ein paar Stunden eingeschlummert sein, denn als ich im mittlerweile eisig kalten Badewasser aufwachte, war es bereits nach 12:00 Uhr. Ich hatte meinen Zug ins weit entfernte Köln verpasst und sah obendrein aus wie eine verschrumpelte Traube. Eine weitere erbauliche Entdeckung machte ich, spärlich bekleidet, als ich versuchte mir auf der Internetseite der Bahn eine spätere Verbindung auszudrucken. Meine eh seit geraumer Zeit desolate Netzwerkbuchse hatte während meines Vollbads den Geist aufgegeben. Während ich noch überlegte, ob mich das verdiente Schicksal einer ungehörigen Tochter ereilt hatte, zog ich mich an. Im Anschluß hetzte ich zum Bahnhof. Wen mag es wundern, dass der Zug, der mich sowieso schon mit einiger Verspätung an mein Ziel gebracht hätte, wegen eines Triebwerkschaden ausfiel. Ich nahm einen ICE und zahlte für die zugegeben komfortable Beförderung knapp 25 Euro. Meine letzten 25 Euro, wie ich in Köln angekommen am Bankautomaten bemerkte. Nun sitze ich hier auf der Arbeit: mit Blasen an den Füßen von meinen neuen Schuhen, pleite und frustriert ob der Vorstellung heute Abend alleine in meiner halbdunklen Wohnung zu sitzen: offline! Das hätte ein schöner Frühlingstag werden sollen, einer der ersten in diesem Jahr. Aber der Himmel hat sich zugezogen. | |
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| nora Tue, 22.03.2005 16:25 Der Kommentar eines weisen Mannes :-P | |
| wonder Tue, 22.03.2005 16:18 So viel Pech an einem einzigen Tag sollte Dich fast schon wieder freuen. Das ist wirklich was ganz Besonderes :) | |
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| zamo Mon, 21.03.2005 11:12 schöner screenshot wills auch endlich haben | |
| wonder Mon, 21.03.2005 02:15 WOW ruft. | |
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