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Sat, 30.07.2005 21:40 - Der Tag und die Hölle
aus: Haschdee auf Arbeit bzw. in der Hölle
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Kennt ihr ihn auch?
Diesen Tag von dem man denkt, dass es ihn nicht gibt.
Diesen Tag von dem man denkt, sowas gibt es nur im Fernsehen in einer schlecht gemachten Seifenoper.

An diesem Freitag war es bei mir soweit. Einer dieser Tage von denen man denkt, man lebt nicht sondern mal ist in einem Alptraum. An diesem Tag passieren Dinge, die normalerweise nie gleichzeitig passieren können...

Wo fangen wir an?

Das Übel nahm seinen Anfang schon irgendwie am vorletzten Freitag.
Um 12.00 Uhr sollte bei einem Kunden eine große EDV Umstellung sein. Schon im Vorfeld wurden uns Steine in den Weg geworfen, sollte doch die bestellte Hardware des Kunden nicht rechtzeitig ankommen. Glück im Unglück war dennoch alles rechtzeitig da. Die Umstellung verlief nach einigen Problemen wie geplant. Nach dem Wochenende began eine Stresswoche, die man nur ungerne durchmacht. Geplagt von tausend kleinen Problemen anderer Kunden, jedoch stets begleitend in der neuen EDV Umgebung waren die Tage Montag bis Donnerstag wirklich kein Zuckerschlecken. 12 - 14 Stunden war für ein Arbeitstag normal. Am Donnerstag war unsere begleitende Anwesenheit beim Kunden vorerst beendet.

Freitag (DER TAG) sollte für uns also ein normaler Arbeitstag werden, an dem wir bereits ab 12.00 Uhr einen Termin hatten. Ein Serverschrank samt Server sollte in ein anderes Gebäude umziehen. Der Ablauf des Freitages sollte sich jedoch anders gestalten als geplant:

1. Freitag 07.10 Uhr der Kunde ruft an, zwei ihrer Server stehen, nichts geht mehr, der "Laden" steht. Per Fernwartung und Schweissgebadet musste ich mit dem Kunden telefonisch alle Möglichkeiten durchgehen, da dieser ca. 3 Stunden entfernt war.
Nachdem der Fehler ausgemacht und beseitigt war sollte es weitergehen.

2. Ein Anruf des EDV Verantwortlichen in der Außenstelle des Kunden von 1. Auch hier ist der Server gecrasht. Das Fehlerbild hier um einiges schlimmer. Der Server bringt einen Fehler nach dem anderen. Der vermutete Fehler von 1. trat hier nicht auf, obwohl auch hier die heftigen Gewitter vom Vorabend tobten. Die Außenstelle stand also still.

3. Nebenbei mussten noch dringend mehrere Rundschreiben für verschiedene Kunden ausgedruckt werden, die ein Kurier abholen sollte. Der Kurier kam natürlich zu früh und musste vertröstet werden.

4. Der nächste Kunde ruft an, sein Server steht! Wohlwissend um den Fehler von 1. konnte auch diesem Kunden geholfen werden.

5. In der Zwischenzeit kamen pausenlos und regelmäßig anrufe des Kunden, bei dem wir zuerst die EDV Umstellung durchgeführt hatten. Diese Anrufe waren wie das Salz in der Wunde, einfach nicht zu ertragen, zumal wir andere Kunden hatten, bei denen die Hölle brannte und er uns mit belanglosen Dingen bombardierte.

6. Die für 3. geplanten Dokumente konnten nicht ausgedruckt werden, die Druckerpatrone war leer!!!! Auch die Ersatzpatrone half nicht viel, die lief aus!!! >:[

7. Der für 12.00 Uhr geplante Termin musste abgesagt werden, da wir zur in 2. erwähnten Außenstelle fahren mussten um das System wieder zum laufen zu bringen.

8. Ein für das Wochenende geplanter Termin musste abgesagt werden, da wir ihn aufgrund von 7. nicht halten konnte und nicht abzuschätzen war, wie lange 7. dauern würde.

9. Die USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) eines anderen Kunden gab ihren Geist aus... Warum auch nicht, heute war ja sowieso nichts los.

10. Der finale Abschluss des Tages sollte folgen. Nachdem wir die größte Flut überstanden hatten machten wir uns auf den Weg zum Kunden. Ich am Auto ankommend staunte nicht schlecht, als am vorderen rechten Kotflügel ein paar richtig schön blau gefärbte Dellen gepaart mit einem Kratzer an der Beifahrertür ihr unwesen trieben. Was war passiert? Ein dicker LKW meinte wohl mein Auto berühren zu müssen. Glück im Unglück will man meinen, so der Fahrer denn wohl die Polizei verständigt hatte, die den Schaden aufnahm...
Gepasst hätte, wenn das Auto nicht mehr fahrtüchtig gewesen wäre aber auch hier hatten wir wieder Glück im Unglück.

Der Tag war für uns dann Samstag um 01.00Uhr beendet. In Rostock angekommen und wohlwissend, dass alle Server wieder laufen schmiss ich mich nach einer Dusche ins Bett...

Auf das solche Tage nie wieder passieren!
Es folgen die Kommentare zu diesem Eintrag:

starbaby86 starbaby86
Tue, 05.06.2007 16:21

Tomm....Sowas würd ich nie lesen ^^ Machs lieber wie ich ... :-***************** Aber du bist trotzdem toll ^^

wonder wonder
Mon, 01.08.2005 19:03

hehe, krass dass du nach solch einem tag noch lust hast ihn minutiös aufzuschreiben :)

helmchenlord helmchenlord
Sun, 31.07.2005 15:18

zzzz...toller Tag kann man nur sagen!!!! Beim Lesen Deines erlebten Tages, musste ich sofort an ein Lied denken und vielleicht hilft es ja beim nächsten Horrortag, der hoffentlich nie wieder kommen wird: Probiers ma mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit.... ;) Gruß LH

meeresbrise72 meeresbrise72
Sat, 30.07.2005 23:15

hm...sorry...aber gibt es um uns herum nicht meistens richtige pechvögel..und wenn man es sich am Ende eines solchen Tages vor Augen hält,,,erscheint einem das als ziemlich banal...findest Du nicht auch?...sicherlich jeder empfindet einen Tag der mit dem linken Fuß beginnt, alles andere als schön...lg nicky


Tue, 22.03.2005 20:46 - first entry
aus: haschdee privat
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Und los gehts. Erstmal wieder ein schleimiges Lob an den Wonder, dass er mal wieder seine grauen Zellen hat tanzen lassen und dieses kleine Goodie eingeführt hat ;). Obowhl es an sich ja keine neue Erfindung ist.
Was solls, andere Seiten besucht man nicht um seine geistigen Ergüsse von sich zu geben also rein in das Pixel Party GB damit. :)

Über Sinn und Unsinn solcher Sachen lässt sich sicher streiten. Am Ende bleibt es jedoch jedem selber überlassen, von daher soll es jeder tun der es will und die die es nicht wollen einfach sein lassen.

Worüber also schreiben?

Da mein Leben seit Januar 2004 im Grunde zu 80% aus Arbeit besteht müsste die Kategorie eigentlich "Haschdee auf Arbeit" heissen. Aber sowas wie privat im eigentlichen Sinne gibt es in diesem Zusammenhang nicht.
Wenn man mit einem Partner den Anspruch an die Firma stellt Service und den Kunden an erster Stelle zu setzen muss man viel Zeit und letztenendes sein Privatleben opfern. Wer selbstständig ist und einigermassen gut zu tun hat weiss wovon ich rede.

Hätte mir vor 4 Jahren jemand gesagt "Du wirst 2004 selbstständig sein." hätte ich ihn sicher ein wenig "angelächelt". Aber es kommt nun mal wie es kommt. Und was will man in Zeiten wie diesen auch anderes machen?

Schaut euch um, fahrt durch die Dörfer dieses Landes und ihr werdet sehen, dass nirgends von blühenden Landschaften die Rede sein kann.

Von der Kostbaren Zeit, die einem dann noch übrig bleibt opfert man dann auch ein paar Minütchen für PP. Weil was will man schon großartig nach einem 14 Stunden Tag machen? Raus in die Welt und ein wenig Sport treiben kannst du nicht, weil du erstens vor lauter Unsportlichkeit nach zwei Minuten ein Beatmungsgerät benötigst und zweitens viel Zeit nicht übrig ist, weil es Morgens wieder früh raus geht.
Da fragt man sich dann schon des öfteren "Ist das wirklich alles?". Darüber nachdenken darf man auf der anderen Seite aber auch nicht wirklich.

Man sollte meinen in einer "zivilisierten und friedlichen" wie es die heutige ist hat man jede Wahl und kann tun und lassen wozu man lustig ist. Aber gerade in solchen Zeiten bleibt einem oftmals keine andere Wahl als das zu nehmen was da kommt und sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren.

Mal schauen, wenn sich mal wieder lustiges Kundengespräch ergibt werde ich es mal aufschreiben. Denn es ist schon der Hammer, was alles so in den Amtsverwaltungen passiert.
Wer es nicht erlebt hat der verpasst wirklich etwas. Obowhl es eigentlich nicht wirklich lustig ist. Denn Fakt ist eines, die Steuergelder werden nicht ohne Grund verschwendet. Was in den Ämtern an wirklich dummen Menschen rumläuft ist unglaublich... dazu aber später mal mehr.




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