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| In einer Welt ohne Gnade geht es in Houellebecqs Roman um "Die Möglichkeit einer Insel".
Daniel ist ein Komiker, dem durchaus bewußt ist, dass das Leben an sich nicht lustig ist. Ein Zyniker halt und doch ein moderner Gralsritter auf der Suche nach Glück. Glück, dass er -klassisch- in der Vereinigung mit dem Weib sucht und dass ihm, - er wäre kein tragischer Held, wäre es anders,- natürlich verwehrt bleibt. Daniel ist Opfer und Täter zugleich in einer Welt ohne Gnade, ohne Mitleid, ohne Güte, ohne Glaube und vor allem ohne Liebe. Es folgt natürlich das Unvermeidliche - die Vernichtung der Menschheit! Zu Grunde gegangen am ungezügelten Individualismus. Daniels Erbe überlebt die Apokalypse. Einer seiner genetisch veränderten Nachfahren findet schließlich die Erlösung in der Vereinigung mit der Natur und es endet mit der Einsicht, dass weder Mensch, noch Neo-Mensch sich über die Natur erheben können, immer ein Teil von ihr bleiben und dass ein göttlicher Zustand nie erreicht werden kann. Meiner Meinung nach ist "Die Möglichkeit einer Insel" unbedingt lesenswert, obwohl ich nicht viel "Neues" entdecken konnte. Aber einer immer oberflächlicher werdenden Welt kann man nicht oft genug den Spiegel vor das geliftete Gesicht halten. Ich habe mittlerweile eine lange Liste von Leuten, denen ich das Buch gerne an die Stirn tackern würde. Vor der Lektüre an öffentlichen Plätzen wie Bussen, Bahnen und Zügen sei gewarnt, zumindest haben mich das ein oder andere Mal die Tränen übermannt. | |
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| helmchenlord Thu, 08.09.2005 22:25 Ich wollte Dir nur mal ein Lob für Deine sehr kreativen Tagebucheinträge aussprechen. Mach weiter so! Gruß, LH | |