aus: Extrem | |
| Rachlust
Besessen greift mein Wort nach dir Die Augen brennend voller Gier Du hast mich dir zum Spiel gemacht Hast meine Leidenschaft entfacht. Du läufst davon, du weinst, du schreist Du blutest, ächzt, du stöhnst, du weißt Dass meine Lust dir viel zu nah’ Um zu vergessen, was geschah. Ich folge dir, ich fass dich an Du rufst, du flehst, du denkst daran Was du mit mir so stumm gemacht In dieser einen schwarzen Nacht. Du siehst mich lächeln, schmal und fein Und liest aus meinem Aug’ die Pein Die Lust, die du in mir erweckst Wenn du vor Angst am Wahnsinn leckst. Ich beug mich vor und speie aus Und reiß die Augen dir heraus Ein irrer Blick, ein Lachen laut Und meine Hand in deiner Haut. Du lebst, du wimmerst, atmest schwer Und bald schon bist du kalt und leer Ich sitz bei dir, halt dich im Arm Und flüster dir ins Ohr, ganz warm: „Lass mich nur weiter dich zerstören Dann wirst du bald nur mir gehören Du lebst nicht mehr, wie grausam gar Liegt dein Gefühl so offen dar.“ Dein letzter Laut verweht im Wind Scheinst wie ein kleines, schönes Kind Wie du nun sterbend vor mir liegst Und nichtmal mehr den Tod bekriegst. Ich öffne meinen Mund so weit Und nehm’ auf deine Ewigkeit Dein starres, sündhaftes Gebein Für immer ist die Rache mein! |