aus: Extrem | |
| Blutrot färbt sich der Asphalt
Benebelt, alkoholisiert umklammert er das Steuer. Passanten sind traumatisiert, es ist so ungeheuer. * Und Blutrot färbt sich der Asphalt ein Leben geht zu Ende, das schwache Wimmern: „ mir ist so kalt“ ich greif die kleinen Hände * Ich wachse über mich hinaus verdränge die große Wut, du siehst den Tod, das ist ein Graus aus zuviel Wunden quillt das Blut. * Ein schriller Schrei durchbricht die Stille die Mutter stürzt herbei, die Frage: „ Ist das Gottes Wille?“ - Wo bleibt der Arzt, die Polizei - * Endlich höre ich die Sirenen das Blaulicht zuckt so grell, ich sehe ihn am Wagen lehnen betrunken und er war viel zu schnell. * Der Notarzt eilt zum Unfallort sein Gesichtausdruck spricht Bände, ein Polizist schickt Gaffer fort mir zittern Knie und Hände * Kein Puls mehr, zuviel Blutverlust hör ich die Stimme sagen, es ist der Tod, der Exitus und tausend offene Fragen. * Ein Sanitäter bringt das Tuch dass Tuch aus weißem Leinen, vergebens hat man´s hier versucht ich sehe die Mutter weinen. * Mit Müh und Not führt man sie fort gebrochen ist ihr Herz, kein Wort, kein Mensch auf dieser Welt, kann lindern ihren Schmerz. * Der Unfall ist schnell aufgenommen die Schuld steht außer Frage, ich kann nicht mehr, bin wie benommen mein Blick erfasst die Bahre. * Dann gehen mir die Lichter aus ein guter Freund bringt mich nach Haus, irgendwann hab ich erfahren das es zwei Promille waren. * Heute noch nach zwanzig Jahren wenn ich passiere diesen Ort, höre ich noch den Jungen sagen: „Bitte, Bitte geh nicht fort“ |