aus: kreatives | |
| Nette Zeit
Wir hatten eine nette Zeit, doch ich wusste nicht, du warst so weit. Ich hab dir mein Vertrauen gegeben, und du hattest nichts dagegen. Du warst gelandet, wie ich auch, und wir waren beide wieder ganz an den Anfang gestellt. Du konntest mir immer vertrauen, immer auf mich bauen. Ich wußte viel von dir, doch du anscheinend nur wenig von mir. Wir hatten eine nette Zeit, doch ich wußte nicht, du warst so weit. Doch du wandest dich langsam ab, ich wußte unsere Zeit wurde knapp. Ich war wieder munter, doch du zogst mich langsam runter. Das hab dir auch erzählt, doch hattest du dann auch schon gewählt. Wir hatten eine nette Zeit, doch ich wußte nicht, du warst so weit. Doch dann kam es Schlag auf Schlag, und ich wußte, dass es nicht an mir lag. Sie und ich waren auch gut und gerne zusammen, doch du mußtest einen Keil zwischen alles rammen. Du spieltest noch etwas mit mir, doch einen Denkzettel, den verpaßte ich dir dafür. Wir hatten eine nette Zeit, doch ich wußte nicht, du warst so weit. Nun bist du endlich bald fort, nicht mehr hier sondern dort. Bald muß ich dich nicht mehr ertragen, muß nie mehr nach dir fragen. Eigentlich bist du nur noch arm, eiskalt, kein bißchen warm. Wir hatten eine nette Zeit, doch ich wußte nicht, du warst so weit. Wehren das kann ich auch, und nicht wie du nur mit Schall und Rauch. Meinen Haß wirst du nie spüren, doch ich werde ihn weiter schüren. Wir hatten eine nette Zeit, doch ich wußte nicht, du warst so weit. Nun hat es ein Ende, es nahm eine Wende. Ich bin fertig mit dir, lass endlich ab von mir, verschwinde endgültig von hier, und nimm mit deine Machtgier. |